Zukunftsmut

kann dazu inspirieren, Hoffnungstexte zu verfassen; Nr. 1

..auch wenn unsere Welt durch machtgierige Menschen, Kriege und Klimakatastrophen zu kollabieren droht.
Als Vorlage diente das neutestamentliche  Buch "Apokalypse des Johannes", die während der Christenverfolgung im Römischen Reich  für die unterdrückten Christen  eine Trost- und Hoffnungsschrift darstellte.

Eine apokalyptische Hoffnungsgeschichte von Susanne und Magdalena
 
Und es kam eine Zeit, in der die Menschen in ihrer Maßlosigkeit begannen, hektisch umherzuirren, laut schreiend sich gegenseitig übertreffend in Lügen und Vorurteilen, so dass sich ein nebliger Dunst über das Land zog. Zudem kam hinzu, dass die bösen Worte, die aus ihren Mündern purzelten, sich zu harten Holzknüppel formten. Es wurde gefährlich im Land, alles wurde verpestet, so dass es schwer wurde, zu atmen und Klarsicht zu behalten.
Da besannen sich ein paar wenige Menschen, sie spürten, dass so das Leben keine Chance mehr hat, und begannen, auf Worte zu verzichten. Im Schweigen ließen sie neue Solidarräume entstehen und sie beschlossen, nun so viele Holzknüppel wie möglich aufzufangen und einzusammeln, um deren Wirkmacht zu stoppen.
Gleichzeitig suchten sie nach letzten Tümpeln und Seen im Land, deren Wasser noch einigermaßen frisch war und von einer Quelle gespeist wurden, die längst in Vergessenheit geriet. Sie pflanzten so viele Knüppel wie möglich um diese Wasserplätze an und verharrten geduldig, in der Hoffnung, dass irgend etwas Gutes geschehen möge.
Und siehe, eines Tages begann dieses trockene Holzgestänge Wurzel zu schlagen! Große Freude kam auf bei diesen Menschen, neue Hoffnung wurde genährt. Schließlich wuchsen Zweige, und kleine, grüne Blätter begannen zu keimen. Die Luft fing langsam an, wieder sauber und rein zu werden, während sich die harten Holzknüppel zu fruchtbaren Bäumen verwandelten. Nun strömte Liebe, Wertschätzung und eine Heilkraft aus ihnen. Zudem gaben sie Schutz. Und stach die Sonne zu heiß, so fanden die Menschen in ihrem Schatten Trost.