Der Hoffnung auf der Spur

Glaube – Liebe - Hoffnung

Im Heidelberger Gemeindezentrum St. Raphael trafen sich am 28. Juni 2025 viele GCLer:Innen und Gäste aus nah und fern. Wir tauschten uns zur „Hoffnung“ aus, in uns, in unserer Welt und in unserem Glauben.

Nach einem Impulsvortrag von Magdalena Weismann konnten wir durch Workshops der „Hoffnung“ in uns mehr Raum geben.
 
Wir freuten uns über den Besuch von Peter Roche aus Hofheim, der in seinem Workshop anbot, sich  in die Position eines Zukunftskünstlers zu träumen. Dazu fand sich eine große Gruppe, die im Garten von St. Raphael darüber meditierte, welche Initiativen bekannt sind, die sich für einen Wandel der Gesellschaft einsetzen. Und weiterhin konnte sich jeder Teilnehmende ausmalen, welche Rolle in der Zukunftskunst der Transformation er selbst gern einnehmen würde. Im anschließenden Austausch wurden die unterschiedlichsten Ansätze benannt: von der Beteiligung an der Entwicklung von hitzeresistenten Pflanzen über Mehrgenerationenhäuser bis zum Car- und Maschinensharing. Zum Abschluss gab es noch Hinweise auf die Arbeitsgruppe Sozialökologische Transformation/SÖT der GCL, die eine bald erscheinende Serie für Gruppenabende entworfen hat und zu einem Wochenende im Ukama Zentrum/Nürnberg einlädt.
 
Es gab noch weitere interessante Workshops: Bibliolog, Gebetszeit, Senfkorngeschichte, Fuge in G-moll von J.S. Bach, u.a. Es war sehr schön, dass wir alle morgens und mittags  einen Workshop besuchen konnten und so mit verschiedenen Menschen im Austausch waren.
 
Mit einem Wortgottesdienst wurde der Tag beendet und es konnten wieder alle die Heimfahrt starten. Ein sehr großes Dankeschön dem Heidelberger Team für die tolle Vorbereitung und Durchführung. Ein großes Dankeschön auch allen Köchen:innen des Mittagessens und allen Bäcker:innen der leckeren Kuchen.
 
Hier noch ein ein paar Fotos
 
Anni Hammer hat uns einen Text von Charles Péguy gesendet, der aus dem Buch „Das Tor zum Geheimnis der Hoffnung“. Der Text beginnt mit dem Satz: „Der Glaube, der mir am liebsten ist, spricht Gott, das ist die Hoffnung.“ Aus Gründen des Urheberschutzes dürfen wir den Text hier  nicht anzeigen. Wer eine Kopie haben möchte, darf sich an die Diözesanstelle wenden.
 
Text und Fotos: GCL Freiburg
 
Zur Fuge in G-moll, von J.S. Bach hat Thomas Mühl folgendes Gedicht kreiert:
Fuge - fugare - flüchten
wie gut, von Magdalena an die Hand genommen zu sein
das Thema erkennen und wiedererkennen
noch mehr ganz Ohr sein
wenn zu den vier Stimmen noch eine fünfte hinzutritt
Versteckspiel der göttlichen Zahlen
die Drei, die Vier, fünf und acht
schnelle Sechzehntel durchkreuzen das Klangbild
die Stimmen flüchten
dem Ende nahe
das Thema taucht wieder auf -  unverändert und doch verwandelt
Hoffnung keimt auf
und ein halber Ton genügt
für ein erlösendes Ende in Dur

Eine eigene Senfkorngeschichte

Im Workshop Senfkorngeschichten suchten und fanden die Teilnehmenden ihre eigene Senfkorngeschichten
und konnten so dem biblischen Vorbild in Lk 13, 18f etwas näher kommen:  Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann
nahm und in seinen Garten säte; es wuchs und wurde zu einem Baum und die Vögel des Himmels nisteten in 
seinen Zweigen. 
Angeregt war dieser workshop von Michael Stöhr, der im Rahmen der online-Abendreihe "ignatianisch leben heute" der GCCL am 12. 2.2025 eine Senfkorngeschichte aus der Politik erzählt hatte.